Erziehung in Deutschland
Endlich mal jemand der mir zustimmt
In dem Artikel steht eigentlich nur das, was ich schon einmal gepostet hatte. Allerdings zeigt dieser Artikel auch ein paar Zahlen und ich kann mich nur wiederholen: Es ist an der Zeit die Familienpolitik grundlegend zu ändern. Und das sollte parallel mit Änderungen im Denken über Arbeit und Wirtschaft geschehen. Unsere Kinder sollten nicht Opfer der Wirtschaft sein, sie sollten bei ihrer Familie sein dürfen - und zwar ganze drei Jahre nach ihrer Geburt! Sie sollten echtes Personal und nicht Euro-Jobber erhalten, die sich um sie kümmern, in den pädagogischen Institutionen.
*Seufz*
Update zur englischen Familienpolitik
At the most intensive level, families who require supervision and support on a 24 hour basis stay in a core residential unit. Upon satisfactory completion of a programme, the family can move into a managed property.Dennoch ist diese Seite sehr interessant, da sie von einseitigen Blickpunkten ausgeht:
Projects take a whole family approach which recognise the inter- connectedness between children’s and adults problems There are obvious links between a child’s behaviour in school and their relationships at home; links between a parent’s ability to get children to school and parent’s alcohol misuse; between offending by the father and a child getting drawn in to bad behaviour in the community.Ja, einen gewissen Wahrheitsgehalt kann man diesem Satz nicht absprechen. Aber sind das die einzigen Gründe für verhaltensauffällige Kinder? Was ist mit den Kindern aus "intakten", sozial bessergestellten Familien? Da gibt es auch eine Menge, die auffallen. Aber wollen wir wetten, dass diese nicht überwacht werden? Und eine ganz andere Frage: Was hat in diesen Familien zu Alkoholsucht und Agressionen geführt? Sind es nicht soziale Ungerechtigkeiten wie Armut, Arbeitslosigkeit, die offensichtliche Klassengesellschaft, die solche Phänomene hauptsächlich hervorruft? Betrachtet man das ganze von der Seite, sollten eher beim Staatspersonal Kameras installiert werden, damit der Bürger sich sicherer fühlen kann. *Update* Ob das ganze nun wirklich so stimmt wird sich noch zeigen. Hier gibts jedenfalls auch ein Indiz dafür, dass es eine Ente ist.
Benehmenskodex
Beim Telegraph kann man zur Zeit lesen, dass in England scheinbar geplant ist, einen Vertrag einzuführen, der genau festlegt, wie sich Kinder im schulischen Bereich zu benehmen haben. Vorgesehen sind die Bereiche Benehmen, Anwesenheit, Schuluniform und Hausaufgaben.
Wenn Kinder mehrfach gegen diesen Kodex verstoßen, drohen den Eltern Bußgelder in Höhe von 1000 Pfund. Ganz besonders skuril dann dieser Vorschlag eines Ministers:
Ministers suggested that "good" parents would be able to complain about other mothers and fathers who fail to ensure their children behave.
Man kehrt also nicht vor der eigenen Tür, sondern verpetzt die Anderen, sauber!
Ach ja und das hier ist auch der Hammer:
Mr Balls added: "Heads will be able to say to the recalcitrant parents, if you do not sign this or make sure they do the homework, or support discipline, then we will take that as evidence in the magistrates' court."
Es gilt also auch für Familienbildung: Zwang, Zwang, und nochmal Zwang. Bürgerrechte? Freiheiten? Pustekuchen!
Ist ja schön und gut, dass England erkannt hat, dass man Eltern verstärkt dazu bringen sollte, sich um die Erziehung zu kümmern, aber so ist das einfach nur lächerlich. Pädagogik: 6.